Machen wir uns nichts vor: Was Sie bieten, bieten viele andere auch. Warum also sollte man dann gerade Sie beauftragen? Was machen Sie anders als Ihre Wettbewerber, die sich ebenfalls um die gleichen Kunden bemühen? Die Lösung:
Sie brauchen etwas,
das Sie deutlich von anderen abhebt
Im Marketing-Deutsch nennt man dieses Alleinstellungsmerkmal USP, die unique selling proposition. Das einzigartige Verkaufsversprechen. Um diesen USP für sich zu finden, engagieren Großkonzerne teure Berater, werden internationale Meetings abgehalten und dabei Ideen über Ideen verworfen.
Nun haben Sie als Einzelkämpfer
wahrscheinlich gerade keine Million zur Hand, …
… um die Suche nach Ihrem Alleinstellungsmerkmal, nach dem, was Sie von allen anderen unterscheidet, an externe Beratungsfirmen zu vergeben. Müssen Sie auch gar nicht. Gute Ideen finden Sie – vor allem im Einzelkämpfer-Markt – auch selbst.
Bevor Sie sich jetzt wochenlang in Ihrer Kammer einschließen, Frau, Mann oder Kindern auf unbestimmte Zeit Lebewohl sagen und vor einem meterhohen Stapel weißen Papiers still vor sich hinbrüten, wie Sie sich von Ihrem Mitbewerbern abheben können …, mein Tipp:
Packen Sie das Ganze ganz locker an
Als Einzelkämpfer starten Sie wahrscheinlich keine Weltstrategie. Sie müssen sich lediglich gegen andere Einzelkämpfer behaupten. Von denen die meisten alles Mögliche anbieten und versprechen. Von denen die wenigsten jedoch ein klares Alleinstellungsmerkmal haben, was sie denn nun von allen anderen unterschiedet, die Ähnliches bieten.
Das Schwierigste beim Herauskristallisieren Ihres Alleinstellungsmerkmals ist, sich auf eine einzige, klare Aussage zu beschränken
Wenn Sie Grafiker sind, können Sie wahrscheinlich Visitenkarten ebenso gut gestalten wie Prospekte und Imagebroschüren. Wenn Sie sich von Ihren Grafiker-Kolleginnen und -Kollegen jedoch abheben wollen (die das natürlich auch alles können), müssen Sie eine ganze besondere Spezialität ihrerseits betonen.
- Zum Beispiel „Imagebroschüren für Firmen, die sich eigentlich keine leisten können.“
- Oder der „Caféhaus Grafiker“: Vom Logo bis zur Speisekarte gestalten Sie für Cafés ein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Wie Sie auf solche Alleinstellungsideen kommen?
Hier drei schnelle Methoden, Ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal finden. Wichtig dabei ist nicht, WAS Sie tatsächlich alles leisten können. Sondern vielmehr, WORIN Sie sich als Experte profilieren.
Überlegen Sie: Welche Leistungen oder Angebote sollen Webbesucher mit Ihrem Namen und Ihrer Internetadresse sofort verbinden?
Alleinstellungsmerkmal # 1: Kombinieren Sie zwei Disziplinen
Bringen Sie einfach zwei unterschiedliche Themen zusammen. Wie im obigen Beispiel Grafiker + Café. Oder verbinden Sie Ihre Leistung mit einer speziellen Zielgruppe. Zum Beispiel „Tai Chi für Schwangere“ oder „Webseiten für Tierärzte“. Auch diese Website hier fällt in diese Alleinstellungs-Kategorie: „Internet-Marketing für Einzelkämpfer“.
Und täglich tun sich Ihnen neue Positionierungsmöglichkeiten auf:
- Facebook für Personaltrainer.
- YouTube für Immobilienmakler.
- WordPress für Einsteiger.
Suchen Sie einfach zu Ihrem eigentlichen Know-how ein zweites Thema und verbinden Sie beides zu Ihrem Alleinstellungsmerkmal. Es muss nur irgendwie Sinn machen und zusammenpassen. „Häkeln für Boxer“ dürfte zwar einzigartig sein, aber auf wenig Nachfrage treffen.
Alleinstellungsmerkmal # 2: Prägen Sie einen neuen, merkfähigen Begriff
Verbinden Sie Ihr Leistungsangebot mit einem merkfähigen oder skurrilen Namen. Die Bären-Strategie. WOW!-Marketing. Management by Elefanten.
Wichtig ist dabei:
Bleiben Sie konsequent bei Ihrem Begriff und füllen Sie diesen mit Leben. (Vorher unbedingt prüfen, ob der Begriff möglicherweise urheberrechtlich geschützt ist!). Und: Sichern Sie sich dazu gleich die passende Internetadresse. Ist Ihr Begriff gut, fallen Ihnen dazu bestimmt haufenweise Ideen und Aktionen ein, die Ihren „Markennamen“ noch merkfähiger machen.
Alleinstellungsmerkmal # 3: Machen Sie sich selbst zur Marke
Sie selbst gibt es kein zweites Mal! Allein dadurch ist Ihre Positionierung schon einzigartig. Dazu gehört zugegebenermaßen ein wenig Mut. Und Sie müssen versuchen, sich im wahrsten Sinne des Wortes schnell einen Namen zu machen.
Beispiele sind im deutschsprachigen Raum relativ dünn gesät. Förster & Kreuz würde ich zu dieser Kategorie zählen (Obwohl, das sind ja zwei). Oder Tim Mälzer.
In den USA gibt es wesentlich mehr dieser Menschen, die sich selbst zur Marke gemacht haben und dadurch einzigartig und unverwechselbar sind. Wie etwa Oprah, Seth Godin oder Gary Vaynerchuck.
Diese Positionierung ist nichts für stille Mauerblümchen:
Sie müssen sich laufend ins rechte Licht rücken, präsent sein, auf vielen Hochzeiten tanzen und den Hype um Ihre Person immer wieder aufs Neue entfesseln. Bloggen kann Ihnen dabei helfen (WordPress für Ihre Homepage ist dazu wie geschaffen.).
Auch Videos auf YouTube und anderen Videoportalen sollten Sie unbedingt mit in Betracht ziehen. (Wie Sie solche Webvideos selbst erstellen, erfahren Sie hier.) Und wenn Sie dann auch noch ein, zwei Bücher im Jahr schreiben, die auf den Bestsellerlisten landen, um so besser!
Warum das Ganze?
Warum sich überhaupt die Mühe machen, einzigartig zu sein?
Wenn Sie sich die Frage nicht stellen, Ihre Kunden tun es garantiert. Mit einer klaren Positionierung, wer Sie sind und für was Sie und Ihre Arbeit stehen, fällt es Ihnen wesentlich leichter, die Aufträge und Kunden an Land zu ziehen, die genau zu Ihrem Know-how passen. Und: Sie kommen endlich raus aus der leidigen Preisdiskussion. Sie sind einmalig. Es gibt niemanden, mit dem man Sie daher auch preislich vergleichen kann.
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Ihr nächster Schritt:
Nachdem Sie sich jetzt einen ersten Eindruck verschafft haben, wie Sie Internetseiten gestalten, die Kunden bringen, und einige Blog-Beiträge gelesen haben: Machen Sie den nächsten Schritt! Sagen Sie mir, wo Ihnen der Schuh drückt und was Sie mit Ihren Internetseiten in den nächsten vier Wochen erreichen wollen. 

