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In der Marketing-Beilage meiner Wochenend-Zeitung las ich unlängst den Tipp, Internettexte müssen unbedingt kurz sein. Die wenigsten Internetbesucher, so der dort zitierte Kommunikationsprofi, lesen lange Textpassagen auf einer Internetseite. Wenn man trotzdem viele Informationen auf seiner Internetseite unterbringen möchte, sollte man sie besser als PDF- oder Word-Dateien zum Ausdrucken anzubieten. Ist dem wirklich so?

Ich meine: Internetseiten brauchen UNBEDINGT lange Texte

Warum?

  • Weil Ihre Internetseiten, damit man sie lesen kann, erst einmal gefunden werden müssen. Dabei sind Webseiten mit langen Internettexten ganz klar im Vorteil. Je länger der Text, desto mehr Chancen, den gewünschten Suchbegriff auch elegant und oft genug unterzubringen.
  • Weil Ihre Internettexte überzeugen müssen, so Sie denn etwas verkaufen möchten. Da reicht es nicht zu schreiben: “Bestellen Sie unsere CNC-Drehbank mit den schier grenzenlosen Kombinationsmöglichkeiten!” Da müssen Sie das Produkt schon etwas schmackhafter machen. Noch zwingender ist dies im Business-to-Consumer-Bereich.

Wichtig bei langen Internettexten: Achten Sie auf die richtige Textgliederung

Ihre wichtigste Aussage – verbunden mit den suchrelevanten Schlüsselworten – gehört an den Beginn Ihres Textes, in die Einleitung. Weiterführende Informationen platzieren Sie dann in den Mittelteil, der dafür ruhig lang (aber nicht langweilig!!!!) sein darf.

Und was man auf keinen Fall vergessen darf, ist der Call-to-action, die Handlungsaufforderungen. Was soll der Leser machen, nachdem er Ihren Text gelesen hat?

Wenn Sie sich intensiver damit beschäftigen möchten, erfolgreiche Texte für Ihre Internetseiten zu schreiben, empfehle ich Ihnen diesen Link.

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1 Leserkommentar zu “Lange oder kurze Internettexte – was ist besser?”


Michael Bondzio 7. November 2009

Hallo Herr Krause,

Texte (gerne auch lang) machen das Internet aus, absolut richtig.

Der Tipp aus der erwähnten Marketing-Beilage, Texte besser als PDF- oder Word-Datei anzubieten, geht gleich doppelt nach hinten los.

Erstens wertet Google zwar Inhalte aus, die als PDF oder Word vorliegen, platziert sie aber in den Suchergebnissen immer (!) schlechter als eine HTML-Datei mit demselben Inhalt.

Zweitens spricht die Usability dagegen. Wenn mein Besucher schon so nett ist, gerade meine Texte zu lesen, werde ich ihm doch keinen Medienbruch zumuten … Also Datei downloaden, womöglich feststellen, dass die vorhandene Software sie nicht lesen kann, Update downloaden, etc. Alles Bullshit, macht kein Mensch. PDFs sind in Ordnung als zusätzliches Angebot, dürfen aber nie den wesentlichen Inhalt einer Website ausmachen.

Weiterhin viel Erfolg mit dem Blog wünscht
Michael Bondzio



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