Eigene Website. Aber wie?

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Eigene Website. Aber wie?Gestern rief mich eine Dame an, die sich selbstständig machen wollte und nun vor der Frage stand: Wie bekomme ich eine eigene Website? Sie hatte schon mehrere Internetdesigner kontaktiert, war jedoch erstaunt über die Preise, die dort für eine Website-Gestaltung aufgerufen wurden.

Gleichzeitig war sie ein wenig verunsichert, was denn überhaupt auf ihren Internetseiten stehen sollte. Denn Grundlage für die Webgestaltung war immer, dass die Unternehmerin den Gestaltern die fertigen Internettexte lieferte. Weswegen sie mich anrief.

Gut aussehen reicht nicht …

In der Tat ist es so, dass manche Internetdesigner völlig schmerzfrei sind, was auf den von ihnen gestalteten Internetseiten steht. Hauptsache, die Website sieht gut aus. Im Falle meiner Existenzgründerin war das Thema jedoch besonders diffizil:

Sie erbrachte keine Allerweltsleistung, sondern etwas sehr Spezielles. Für eine kleine Zielgruppe in einer ganz besonderen Lebenssituation.

Die grundsätzliche Frage für die eigene Website war:

  • Recherchiert diese Zielgruppe in dieser besonderen Lebenssituation überhaupt im Internet?
  • Wenn ja, mit welchen Suchbegriffen? (Der Fachbegriff für diese Dienstleistung dürfte den meisten wenig geläufig sein.)
  • Und last, but not least: Ist diese Zielgruppe in dieser besonders schwierigen Lebenssituation überhaupt bereit, für die Dienstleistung der Existenzgründerin ein Honorar zu zahlen? Und was kann sie verlangen?

Sie sehen, häufig geht es bei einer eigenen Website sehr schnell ans Eingemachte:

  • An Ihr Unternehmenskonzept,
  • an die Zielgruppen- und Marktpotenzial-Analyse und
  • an die richtige Marketingstrategie: Wie mache ich mein Unternehmen oder meine Leistung bekannt? Und wie stelle ich mich in Internet richtig auf, dass meine potenziellen Kunden MICH finden, statt dass ich nach der Stecknadel im Heuhaufen suche?

Ohne allzu sehr in die Details zu gehen, was den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde:

Der Vorteil einer sehr spezialisierten Dienstleistung ist, dass danach wahrscheinlich sogar als Erstes im Internet gesucht wird! Wo sonst könnte man so einfach und diskret recherchieren?

Insofern kommt es darauf an, so viel wie möglich über das Suchverhalten Ihrer Zielkunden in Erfahrung zu bringen

Oft reicht da schon ein wenig gesunder Menschenverstand: Mit welchen Begriffen oder Suchwortkombinationen wird der- oder diejenige in dieser ganz speziellen Lebens- oder Notsituation wohl bei Google & Co. suchen? Welche Umschreibungen oder umgangssprachlichen Ausdrücke gibt es dafür?

Bei dieser Internetrecherche werden Sie gleich auch auf Mitbewerber stoßen, die ähnliche Leistungen offerieren. Hier bieten sich dann Möglichkeiten der Preiserkundung. Welche Honorare werden dort verlangt?

Gleichzeitig wird Sie diese Recherche auf interessante Internetforen verweisen, in denen zu Ihrem Thema/Angebot sehr intensiv diskutiert wird. Gerade in schwierigen Lebenssituationen tauscht man sich über solche Foren gerne anonym aus. Eine weitere interessante Quelle dafür, welche Themen Sie unbedingt auch auf Ihrer eigenen Website ansprechen sollten.

Mein Tipp zurückkommend auf die Eingangsfrage:
„Eigene Website. Aber wie?“:

Bevor Sie sich an die Gestaltung Ihrer Website machen, machen Sie sich unbedingt ein paar grundlegende Gedanken darüber:

  • Wen wollen Sie mit Ihrer Website ansprechen?
  • Vor welchen Fragen steht Ihr potenzieller Kunde gerade?
  • Und was sind Ihre konkreten Antworten und Angebote darauf?

Häufig werden Sie dabei feststellen, dass Sie nach einer so intensiven Einarbeitung in Ihr Thema und die Befindlichkeiten Ihrer Zielgruppe auch Ihre Internettexte selbst authentischer und mitfühlender schreiben können als so manch ausgebuffter Werbe- oder Internettexter.

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Ihr nächster Schritt:

Ihr nächster Schritt Nachdem Sie sich jetzt einen ersten Eindruck verschafft haben, wie Sie Internetseiten gestalten, die Kunden bringen, und einige Blog-Beiträge gelesen haben: Machen Sie den nächsten Schritt! Sagen Sie mir, wo Ihnen der Schuh drückt und was Sie mit Ihren Internetseiten in den nächsten vier Wochen erreichen wollen.

{ 2 Kommentare… unten lesen oder einen hinzufügen }

Rudolf Bösiger November 24, 2011 um 10:37

Guten Tag Herr Krause. Da geb ich Ihnen vollkommen recht. Dennoch zu Beginn stellt sich die Frage wieviel Engagement und Budget gerechtfertigt sind. Und da hilft es zu wissen, wieviel andere kalkulieren. Hierzu empfehle ich unsere Erhebung (www.webkalkulator.com) zu den Website Kosten. Viele Grüsse.

Detlef Krause November 24, 2011 um 12:14

Hallo Herr Bösinger, in der Tat ist es bei kreativen Leistungen immer schwierig, den richtigen Preis zu finden. 1 Designstunde von Designer A ist nur sehr schwer vergleichbar mit dem Stundensatz von Designer B. Hier zählt auch oft das richtige “Feeling” für das Produkt, die Empathie mit der anzusprechenden Zielgruppe und natürlich mit dem Auftraggeber.

Weiterhin frohes Schaffen!

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